JANUS - der Zweigesichtige - preachers.news
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JANUS – der Zweigesichtige

Der unheimliche Bösewicht in Dan Browns ILLUMINATI-Roman nannte sich geheimnisvoll «Janus». Es ist der alte römische Namen des doppelgesichtigen Gottes, der unserem ersten Monat – dem Januar -, den Namen gegeben hat.

Heute Silvester steht Janus somit an der Schwelle zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Er blickt noch zurück ins alte, vergangene Jahr: Auf das Gelungene wie das Missratene, auf das Erfreuliche, wie das Verletzende. Und er blickt voraus auf das Kommende, auf ein hoffentlich besseres, glücklicheres, gelingenderes und gesegneteres Jahr. Er schenkt uns Zuversicht und Unternehmungslust, Vertrauen und Neugier zugleich!

Auch wir haben bisweilen zwei Gesichter, wie Janus. Das eine zeigen wir der Öffentlichkeit, im Beruf und unter Kolleginnen. Es ist in der Regel freundlich und möglichst makellos. Manchmal scheint auch das andere auf, das wütige, das aufgebrachte, das empörte. Darauf reagieren alle ringsherum dann konsterniert. Das andere bekommen meistens nur Partner, Familienangehörige und vertraute Freunde zu sehen. Es ist ist das traurige, das verletzte und manchmal auch das enttäuschte oder hässliche Gesicht. Dasjenige, das sich nach Geborgenheit, Verständnis und Liebe sehnt – wie eine ausgetrocknete Pflanze nach erfrischendem Wasser.

Blicken wir mit Janus auf 2017 zurück, erinnere ich an das Jahresmotto «Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch» (Ezechiel 36,26) . Habe ich das realisiert, gespürt, erfahren? Wann und wo? Vielleicht – und hoffentlich häufiger – als mir grad so bewusst ist! Dankbarkeit hilft, das alte Jahr in milderem Licht zu verabschieden und hinter sich zu lassen.

Blicken wir nach vorne in das Jahr 2018, so schenkt uns die Jahreslosung wirklich Hoffnung und Zuversicht:  «Gott spricht: Ich will jedem Durstigen von der Quelle des lebendigen Wassers spenden – umsonst, gratis!» (Offenbarung 21,6) Ich freue mich darauf, mit euch viele neue Quellen mit lebendigem Wasser zu entdecken. In der Natur, auf Wanderungen in den Bergen und auf Reisen. Und in im übertragenen Sinn in Begenungen mit den mir Vertrauten – jedoch auf überraschend neue Art; ebenso in Begenungen mit neuen Bekanntschaften und unbekannten Mitgeschöpfen.

Wir wünschen allen ein fröhlich-gespanntes, neugieriges und vor allem erfreuliches 2018 – an und mit vielen neuen wundersamen Quellen segensreichen Wassers der göttlichen Lebendigkeit!